Kleinblütige Königskerze
Verbascum thapsus ssp. thapsus
Die Kleinblütige Königskerze bildet eine hohe Blütenkerze mit zahlreichen kleinen gelben Blüten. - Im ersten Jahr entsteht meist eine Blattrosette. - Blüte gewöhnlich im zweiten Jahr. - Bevorzugt sonnige, durchlässige Plätze.
Die Kleinblütige Königskerze ist eine heimische, meist zweijährige Wildstaude. Im ersten Jahr bildet sie gewöhnlich eine bodennahe Rosette aus großen, länglichen, graugrünen und filzig behaarten Blättern. Im Folgejahr wächst ein kräftiger, aufrechter Blütenstängel, der sich von Juli bis August mit zahlreichen kleinen gelben Blüten schmückt. Je nach Standort kann die Pflanze etwa 50 bis 200 cm hoch werden. Sie passt besonders gut in sonnige, warme Beete mit durchlässigem, eher nährstoffarmem Boden und verträgt Trockenheit besser als Staunässe. Nach der Blüte kann sie Samen bilden und sich am passenden Platz selbst aussäen; die einzelne Pflanze lebt meist nicht dauerhaft weiter. Für einen natürlichen Eindruck kannst du mehrere Pflanzen locker zwischen trockenheitsverträgliche Stauden setzen.
Steckbrief
- Wuchshöhe
- Etwa 50–200 cm, abhängig von Standort und Wuchsbedingungen.
- Standort
- Sonnig und warm; verträgt auch leichte Halbschattenlagen.
- Boden
- Durchlässig, eher nährstoffarm, sandig oder steinig; keine Staunässe.
- Winterhärte
- Winterhart; ein zusätzlicher Frostschutz ist an geeignetem Standort gewöhnlich nicht nötig.
- Blüte
- Gelbe Einzelblüten an einem hohen Blütenstand, meist Juli bis August.
- Laub
- Große, längliche, graugrüne und dicht filzig behaarte Blätter.
- Wasserbedarf
- Gering bis mäßig; nach dem Anwachsen nur bei längerer Trockenheit gießen.
- Pflegeaufwand
- Gering bei passendem, trockenem Standort.
- Pflanzabstand
- Etwa 50–70 cm; bei Gruppenpflanzung ausreichend Platz für die Rosetten lassen.
Pflege
Pflanzen
Pflanze die Königskerze in einen sonnigen, gut drainierten Boden und lockere verdichtete Erde vorab auf. Bei schwerem Boden verbessert mineralisches Material wie Kies die Durchlässigkeit. Lass zwischen Pflanzen ungefähr 50 bis 70 cm Platz, damit sich die Blattrosetten ausbreiten können.
Schnitt
Ein regelmäßiger Formschnitt ist nicht nötig. Entferne den Blütenstängel nach dem Verblühen, wenn du Selbstaussaat begrenzen möchtest. Für eine natürliche Vermehrung kannst du ihn bis zur Samenreife stehen lassen.
Gießen
Gieße frisch gepflanzte Exemplare, bis sie eingewurzelt sind. Danach reicht Niederschlag an einem passenden Standort meist aus; bei längerer Trockenheit kannst du sparsam wässern. Vermeide dauerhaft nasse Erde und Staunässe.
Düngen
Eine zusätzliche Düngung ist normalerweise nicht erforderlich. Die Pflanze kommt mit eher nährstoffarmen Böden zurecht. Zu nährstoffreiche Bedingungen sind für ihren natürlichen, standfesten Wuchs nicht nötig.
Kaufberatung
Wenn du eine markante, heimische Wildstaude für einen sonnigen, eher trockenen Platz suchst, ist diese Königskerze eine passende Wahl; anders als dauerhaft ausdauernde Stauden lebt sie meist nur bis zur Samenreife und erhält sich oft durch Selbstaussaat.
Häufige Fragen
Wie lange lebt die Kleinblütige Königskerze?
Sie wächst meist zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie gewöhnlich eine Blattrosette, im Folgejahr blüht sie. Nach der Samenreife stirbt die einzelne Pflanze meist ab, kann sich aber am passenden Standort selbst aussäen.
Wann blüht die Kleinblütige Königskerze?
Die Blütezeit liegt gewöhnlich im Juli und August. Die Pflanze bildet dann zahlreiche kleine gelbe Blüten an einem hohen, aufrechten Stängel.
Wie groß wird die Pflanze?
Je nach Standort und Wuchsbedingungen kann sie etwa 50 bis 200 cm hoch werden. Die angegebene mögliche Endhöhe ist nicht mit der Größe einer gelieferten Pflanze gleichzusetzen.
Welchen Standort bevorzugt sie?
Am besten gedeiht sie an einem sonnigen, warmen Platz. Ein durchlässiger, eher trockener Boden ist wichtig; leichte Halbschattenlagen sind ebenfalls möglich.
Welcher Boden eignet sich für die Königskerze?
Geeignet ist ein durchlässiger, eher nährstoffarmer Boden, auch sandige oder steinige Erde. Bei schwerem Boden solltest du die Drainage verbessern und Staunässe vermeiden.
Muss ich die Königskerze regelmäßig gießen?
Nach dem Anwachsen benötigt sie meist nur wenig Wasser. Gieße bei längerer Trockenheit sparsam und achte darauf, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.
Soll ich den verblühten Stängel zurückschneiden?
Schneide ihn nach der Blüte ab, wenn du die Selbstaussaat begrenzen möchtest. Möchtest du eine natürliche Vermehrung fördern, lass ihn bis zur Samenreife stehen.
Ist die Kleinblütige Königskerze winterhart?
Sie gilt als winterhart und braucht an einem passenden, durchlässigen Standort gewöhnlich keinen zusätzlichen Frostschutz. Besonders wichtig ist, dass sich im Boden keine winterliche Staunässe bildet.
Kann sich die Pflanze selbst aussäen?
Ja, nach der Samenreife kann sie sich an geeigneten Stellen selbst aussäen. Entferne die Blütenstände vor der Samenreife, wenn du das verhindern möchtest.
Muss ich die Königskerze düngen?
Eine regelmäßige Düngung ist normalerweise nicht nötig. Sie wächst auch in eher nährstoffarmem Boden und sollte vor allem nicht in dauerhaft nasse Erde gepflanzt werden.
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